KI im Arbeitsschutz: „Gamechanger“ oder doch nicht ganz so einfach?
In dieser Folge schauen wir auf ein KI-gestütztes Projekt. Kameras erkennen Bewegungen, ein digitaler Zwilling macht Risiken sichtbar, Stapler können automatisch abbremsen und gefährliche Situationen sollen verhindert werden, bevor etwas passiert.
Das zeigt, welches Potenzial KI für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit haben kann.
Und KI ist nicht mit einem Fingerschnips eingeführt. Damit solche Systeme wirklich gebrauchstauglich werden, dürfen viele Fragen geklärt werden. Datenschutz, Mitbestimmung, Akzeptanz, Fehlalarme, Verantwortung, Wartung und die Frage, ob Beschäftigte sich geschützt oder überwacht fühlen.
Wir ordnen mit unserer Perspektive als KI- und Gebrauchstauglichkeits-Profis ein, welche Hürden Unternehmen bei solchen Vorhaben realistisch erwarten sollten.
Und die Aufmerksamen unter Ihnen haben es beim Hören schon entdeckt. Uns ist ein Fehler reingerutscht. Das Beispiel stammt natürlich aus dem Bereich der BGHW und der Warendistribution und nicht der BGHM.
Steht bei Ihnen ein spannendes KI-Projekt in den Startlöchern?
Quelle: „Unsichtbarer Schutzschild“ BGHW-Magazin: Hundert Prozent (15.04.2026)
Gefahrstoffe im Betrieb: Wo anfangen, wer muss mit an Bord und wie kommt man pragmatisch zur Gefährdungsbeurteilung?
In Episode 80 der ASA-Sitzung begrüßt Dr. Timo Röver zwei alte Hasen des Gefahrstoffmanagements: Dr. Gerald Schneider und Dr. Michael Born. Hier treffen jahrzehntelange Erfahrung, anerkannte Fachkunde und gebrauchstauglicher Blick auf höchstem fachlichem Niveau zusammen.
Die drei haben soeben gemeinsam die dritte neubearbeitete Auflage des Buchs „Fachkunde Gefahrstoffe“ fertiggestellt und sprechen aus diesem Anlass über den Einstieg ins Thema Gefahrstoffe im Betrieb, über den Weg zur Gefährdungsbeurteilung und die Rollen der Beteiligten im Unternehmen.
Mit dabei: das aktualisierte Gefahrzahlsystem, digitale Werkzeuge wie Subsport plus und der GDA-Gefahrstoffcheck und natürlich die Frage, was KI im Gefahrstoffmanagement leisten kann.
Eine Folge für alle, die Gefahrstoffe nicht nur verwalten, sondern wirksam in den Griff bekommen wollen.
Das Buch „Fachkunde Gefahrstoffe“ erscheint im ecomed-Verlag: https://www.ecomed-storck.de/Gefahrstoffe/REACH-GHS-CLP/Fachkunde-Gefahrstoffe-Softcover-es-1.html
Das angesprochene Gefahrzahlsystem wird bald aktualisiert in Fachbereich aktuell der BG RCI veröffentlicht, die letzte Version findet sich hier: G. Schneider, M. Born, C. Carl, 2016: Gefahrzahlsystem für Gefahrstoffanwendungen: Update. Sicherheitsingenieur 6/2016, S. 24–28
Was als Gespräch bei einem Glas Wein begann, setzen wir jetzt im Podcast fort:
Wir haben diesmal Bastian Fochmann zu Gast. Betrieb, Berufsgenossenschaft und Bundesebene: Bastian kennt alle drei Arbeitsschutz-Welten wie kaum ein anderer und bringt seine eigene Meinung mit.
Gemeinsam gehen wir der Frage nach:
Wie schaffen wir es, Arbeitsschutz wirksamer zu machen, statt ihn in Formalitäten zu verlieren?
Es geht um:
- den Bürokratieabbau am Beispiel der Sicherheitsbeauftragten
- Maßnahmen, die sich an echter Wirkung orientieren und nicht am Papier
- Gamification in der Prävention: Kann Motivation Sicherheit verbessern?
- und die Rolle von KI als „Übersetzerin“ von Regelwerken, damit Unternehmen Arbeitsschutz besser verstehen und umsetzen können
Jetzt reinhören in Episode 79.
Mit dem Thema Entbürokratisierung findet mit den Sicherheitsbeauftragten bestimmt kein Ende.
Was würden Sie gerne „loswerden“ im Arbeitsschutz?
So entwickeln Sie in 6 Wochen Ihre eigene KI.
200 Seiten Gutachten.
Hohe Komplexität. Hohe Verantwortung.
Genau dieses Problem haben sich duale Studierende aus der Unfallversicherung vorgenommen.
Ohne IT-Hintergrund. Ohne KI-Erfahrung.
Ihr Ansatz ist gebrauchstauglich und genau deshalb so wirksam:
Nicht: „Was können wir mit KI machen?“
Sondern: „Welcher Mensch hat welches Problem und wie lösen wir es konkret?“
Das Ergebnis nach 6 Wochen:
Ein funktionierender KI-Prototyp zur Auswertung von Gutachten.
Die Reaktion aus der Praxis? „Unbedingt umsetzen.“
Das zeigt:
Gebrauchstaugliche KI entsteht nicht durch Technologie-Fokus, sondern durch konsequente Problemorientierung.
In Folge 78 spricht Sylwia Birska mit Christian Bach, Corc Dinler, Marie Gäntgen, Nikolaus Heckelsmüller darüber, wie sie es in kurzer Zeit von null zu einem funktionierenden KI-Prototypen geschaft haben.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob das möglich ist.
Sondern: Welches Problem würden Sie in 6 Wochen mit KI lösen?
🎧 Jetzt reinhören und die eigene Perspektive auf KI neu denken.
„Haben Sicherheitsbeauftragte bislang keinen Beitrag zum Schutzniveau geleistet?“
Endlich gibt es Antworten der Regierung. Auch zu vielen andere unbequemen Fragen, wie:„Wie viele SiBe sind nach Kenntnis der Bundesregierung zwar bestellt, aber haben in ihren Unternehmen nichts zu tun, weil keine Gefährdung vorliegt?“
Wir nehmen in Folge 77 die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke und die Antwort der Bundesregierung fachlich unter die Lupe.
Was wird konkret beantwortet? Wo wird ausgewichen? Und wie wurde konkret gerechnet?
Eins war beim Lesen recht schnell klar. Immer wenn dort steht:
„Eine verpflichtende Berichterstattung besteht nicht und ist auch nicht vorgesehen.“ heißt das im Klartext: „Wissen wir nicht.“
Es zeigt sich, es fehlen Zahlen und Fakten. Aber 123.000 Sicherheitsbeauftragte weniger, das kann man ziemlich genau berechnen.Oder eben auch nicht.
Diskutieren Sie mit:
Ist das konsequenter Bürokratieabbau oder ein Blindflug im Arbeitsschutz?
Verweise:
#076 – Bürokratieabbau im Arbeitsschutz
https://asa-sitzung.de/index.php/2026/01/21/076-buerokratieabbau-im-arbeitsschutz/
#073 – Tschüss Sicherheitsbeauftragte
https://asa-sitzung.de/index.php/2025/10/19/073-tschuess-sicherheitsbeauftragte/
Kleine Anfrage 26.01.2026
https://dserver.bundestag.de/btd/21/038/2103802.pdf
Antwort der Bundesregierung 09.02.2026
https://dserver.bundestag.de/btd/21/040/2104068.pdf
https://dip.bundestag.de/drucksache/auf-die-kleine-anfrage-drucksache-21-3802-die-lage-des-betrieblichen/285027?f.wahlperiode=21&f.typ=Dokument&f.herausgeberdokumentart=Bundestag-Drucksache&start=25&rows=25&sort=verteildatumab&pos=38&ctx=d
Alle wollen weniger Bürokratie. Aber niemand analysiert das Problem mal konkret. So wird „Bürokratieabbau“ zum neuen Trendwort. Gut fürs politische Wording, schlecht für die Praxis.
Gemeinsam mit der geschätzten Svenja Dammasch (Sifa & Coach) nehmen wir die Vorschläge der Gesetzesinitiative aus NRW auseinander:
– Wo Bürokratieabbau nur auf dem Papier funktioniert
– Welche absurden Konsequenzen entstehen, wenn man Vorschläge zu Ende denkt
– Und warum manche Vereinfachungen am Ende genau das Gegenteil bewirken
Und wir schauen auf ein weiteres heißes Eisen.
Oder eher „Strohfeuer ohne Substanz“? Das Papier der Konrad-Adenauer-Stiftung zur Abschaffung der Berufsgenossenschaften. Unsere Einschätzung: realitätsfern, fachlich dünn und entfernt von der Praxis der Unfallversicherung.
Zum Schluss wird’s konstruktiv:
Eine gute Fee, drei Wünsche. Wie könnte echter Bürokratieabbau im Arbeitsschutz aussehen? Klug und wirksam. Eben gebrauchstauglich.
Jetzt reinhören und Ihre Meinung teilen.
Braucht die A+A bald eine eigene KI-Halle?
In Folge #075 der ASA-Sitzung blicken wir auf die A+A zurück. Wir plaudern über das, was wir dort erlebt haben. Oder besser nur Timo Röver. Warum? Das hören Sie auch in dieser Episode.
Zwei eigene Auftritte: Vortrag zu KI im Arbeitsschutz & Live-Podcast
Viele starke Eindrücke. Und ebenso viele offene Fragen.
Was kann KI sinnvoll leisten? Und was bleibt Führungsaufgabe?
Reinhören lohnt sich. Den Link zur Folge finden Sie in den Kommentaren.
Jetzt sind Sie gefragt: Was war Ihr persönliches High- oder Lowlight der A+A?
Wir hatten auf der A+A 2025 die Gelegenheit zusammen mit Veronika Jakl von den Pionieren der Prävention eine gemeinsame Session zu gestalten.
Gemeinsam mit dem Publikum haben wir über KI im Arbeitsschutz diskutiert. Was ist schon möglich, welche Chancen sehen, aber auch, welche Risiken und Herausforderungen es noch gibt.
Die Tonspur dieser Session präsentieren wir Ihnen als Podcast bei uns in der ASA-Sitzung, aber auch im Podcast „Pioniere der Prävention“. Hören Sie rein und verlängern Sie die Diskussion gerne über die Kommentare zu dieser Folge. Welche Chancen sehen Sie und wie nutzen Sie KI vielleicht schon heute. Lassen Sie es uns wissen.
Wir hatten sehr viel Spaß an diesem Format und danken der Basi für ihr Vertrauen in uns bei der Gestaltung dieser Session. Und schauen Sie doch mal bei der Basi vorbei: https://basi.de/
Sicherheitsbeauftragte abschaffen: Klug oder gefährliche Milchmädchenrechnung?
75 % der SiBe sagen: Unsere Arbeit ist sehr wichtig.
Die BASI wirbt für den „Tag der Sicherheitsbeauftragten – praxisnah, wertschätzend, vernetzend“ auf der A+A.
Und einen Tag später: Zack: Das BMAS plant, die Pflicht zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten drastisch zu reduzieren.
Ziel: Bürokratieabbau und Millioneneinsparungen
Doch die Frage bleibt: Sind das echte Entlastungen oder nur Quick Wins für die Politik?
Sichtbare Erfolge nach außen, mit potenziell unsichtbaren Kosten für die Sicherheit in den Betrieben?
Genau darum geht es in Episode 73 der ASA-Sitzung.
Wir thematisieren die Argumente für und gegen die SiBe-Reduktion, politische Symbolik und die Frage, ob hier das richtige Signal gesendet wird.
Wie stehen Sie dazu? Echter Bürokratieabbau oder gefährliches Experiment?
KI und Präventionsmaßnahmen. Woran liegt es, wenn beides scheitert?
Zu oft aus demselben Grund: Sie werden entwickelt, ohne die Menschen mitzudenken, die sie später nutzen sollen.
• Bei KI heißt das: beeindruckende Technologie, die in der Praxis nicht angenommen wird.
• Beim Arbeitsschutz: gut gemeinte Maßnahmen, die im Alltag ins Leere laufen.
Richard Feynman hat es treffend formuliert:
„Das erste Prinzip ist, dass Sie sich nicht selbst täuschen dürfen – und Sie sind die Person, die sich am leichtesten täuscht.“
Wir täuschen uns selbst, wenn wir glauben, schon zu wissen, was Beschäftigte brauchen. Die entscheidende Frage ist: Wie finden wir wirklich heraus, was funktioniert?
Genau darüber sprechen wir in Episode 72 der ASA-Sitzung. Und warum KI und Arbeitsschutz trotz aller Unterschiede auf demselben Weg erfolgreich werden können.
Schnappen Sie sich Ihr Käffchen, legen die Füße hoch, lassen den Blick nach draußen schweifen und gönnen Sie sich eine 9-Minuten-Bildschirmpause mit der ASA-Sitzung auf den Ohren.